Der handlungsorientierte Unterricht an den Berufsbildenden Schulen des Landkreises Saalekreis setzt bei der Ausbildung ihrer Schäfer*innen auf Lernen durch aktive Mitarbeit im realen Betriebsumfeld. Praxisnah erwerben am Prüfungs- und Übungsbetrieb „Ökohof Seeben“ alle Auszubildenden berufsrelevante Fähig- und Fertigkeiten. Sie übernehmen Verantwortung für wichtige Routinen am Tier sowie im Stall und gestalten betriebliche Abläufe selbst mit. Auf diese Weise werden Theorie und Praxis direkt miteinander verknüpft, was ein vertieftes Verständnis für die Lerninhalte gewährleistet und den Anforderungen des späteren Berufslebens gerecht wird.
Innerhalb der ersten praktischen Übungen im Stall setzen die Auszubildenden grundlegende Tätigkeiten wie Klauenpflege oder den Bau von Ablammbuchten selbständig um. Dabei entwickeln sie Sicherheit im Umgang mit Tier und Material. So können z.B. bei der Klauenpflege theoretische Kenntnisse in Anatomie, der allgemeinen Vorgehensweise und Handhabung der Werkzeuge direkt während der praktischen Umsetzung Anwendung finden.
Geübt werden im Folgenden außerdem:
- die Kennzeichnung von Schafen
- Versorgung der Lämmer in den ersten Lebenswochen
- die Altersbestimmung anhand der Gebissentwicklung
- die Tierbeurteilung von Zucht- und Schlachttieren
- die Erfassung von Leistungsdaten
- das Erkennen und Bewerten von Futtermitteln
- die Bestimmung wertvoller Futterpflanzen auf der Weide
- die Führung des Tierbestands inkl. der korrekten
Dokumentation aller am Tier ergriffenen Maßnahmen
Im Fokus ihrer Arbeit steht dabei stets der verantwortungsvolle Umgang mit den Tieren nach den geltenden Vorgaben des Tier- und Arbeitsschutzes. Die Auszubildenden lernen folglich gleichermaßen Verantwortung für ihren Tierbestand, die Kollegen sowie den Betrieb zu übernehmen. Ihr Bewusstsein für die Bedeutung von Sorgfalt und Routine in der täglichen Tierbetreuung wird besonders gestärkt.
Philipp Hoffmann (23-TWS) und
Constanze Lege und Maren Witzig (Lehrkräfte)
Im kalten Januar, vom 19.01. – 30.01.2026, wehte ein frischer, internationaler Wind durch unsere Klassenräume und Flure. Zwei Wochen lang begrüßten wir zwei Schüler und eine wechselnde Lehrerdelegation unserer französischen Partnerschule Lycee des metiers Sully aus Nogent Le Rotrou bei uns in Leuna. Im Fokus standen der fachliche Austausch in der Metalltechnik sowie das Kennenlernen der regionalen Industrie und Kultur.
Es waren zwei Wochen voller Technik und Teamgeist - der Austausch war geprägt von einer intensiven Zusammenarbeit. Während die zwei französischen Schüler fest in den Schulalltag integriert waren, wurde die Begleitung durch die Lehrkräfte flexibel gestaltet: Jeweils zwei Lehrer wechselten sich ab, um den Aufenthalt pädagogisch und fachlich zu begleiten.
Ein zentraler Bestandteil des Besuchs war die Teilnahme am regulären Unterricht. In den Fachunterrichtstunden konnten die Gäste unsere Ausbildungsmethoden im Bereich Metalltechnik kennenlernen. Trotz der Sprachbarriere zeigte sich schnell, dass Kommunikation auch mit technischen Mitteln umgesetzt werden kann. An dieser Stelle ein herzliches Dankschön an alle Kollegen, die ihren Unterricht für unsere Gäste geöffnet haben und diese Zwei Wochen aktiv mitgestaltet haben. Ein besonderes Highlight war die Exkursion zum Pumpen- und Armaturenhersteller KSB. Die Gruppe erhielt tiefe Einblicke in die moderne Großserienfertigung und die hohen Qualitätsstandards der deutschen Metallindustrie. Besonders beeindruckend für die Gäste war die Verbindung von traditionsreicher Gießereitechnik und hochmodernen, computergesteuerten Fertigungszentren. Natürlich durfte auch das Rahmenprogramm nicht zu kurz kommen, um ihnen unsere nähere Umgebung näherzubringen. Bei winterlichen und eiskalten Temperaturen erkundeten die Teilnehmer die historische Altstadt von Halle. Aber auch Besuche, wie zum Beispiel im Landesgeschichtlichen Museum, standen auf dem Plan.
Trotz der frostigen Temperaturen im Januar war die Stimmung herzlich und produktiv. Der Austausch hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig der Blick über den Tellerrand für die berufliche Ausbildung ist. Wir danken unseren französischen Gästen für ihren Besuch und freuen uns schon jetzt auf den Gegenbesuch in Frankreich!
Au revoir et à bientôt!
Am 13. November 2025 machten sich das zweite Lehrjahr der dualen Ausbildung zum Landwirt bereits frühmorgens auf den Weg zur Agritechnica nach Hannover.
Um 6:00 Uhr startete der Bus an der Berufsschule, die Vorfreude auf die weltweit größte Messe für Landtechnik war bei allen Schülerinnen und Schülern, sowie bei den beiden Lehrkräften spürbar.
Nach einer staureichen Fahrt erreichten wir gegen 10:00 Uhr das Messegelände. Nach dem gemeinsamen Eintritt und einer kurzen Belehrung durch die begleitenden Lehrkräfte konnten die Schülerinnen und Schüler die Messe in Kleingruppen erkunden.
Die Vielfalt der Aussteller und die beeindruckenden Landmaschinen sorgten für große Begeisterung. Besonders die neuesten Entwicklungen im Bereich Digitalisierung, Smart Farming und nachhaltige Landwirtschaft stießen auf reges Interesse.
Ein besonderes Augenmerk sollten die Auszubildenden an diesem Tag auf den Themenschwerpunkt „Zukunft der Landwirtschaft“ legen und dabei innovative Technologien wie GPS-gesteuerte Traktoren, autonome Feldroboter und moderne Düngetechnik erkunden. Viele Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit an den Messeständen, mit Experten ins Gespräch zu kommen und Fragen zu stellen, die sich direkt auf ihre Ausbildung und den späteren Berufsalltag beziehen.
Zwischendurch blieb genug Zeit, um sich individuell über verschiedene Maschinen, Geräte und Anbausysteme zu informieren. Auch der Austausch mit anderen Messebesuchern und Auszubildenden aus ganz Deutschland war für viele eine spannende Erfahrung.
Um 16:30 Uhr trafen sich alle wieder am Bus, um nach einem erlebnisreichen Tag die Rückfahrt anzutreten.
Gegen 20:00 Uhr kamen wir müde, aber voller neuer Eindrücke und Inspirationen wieder an der Schule an.
Die Exkursion zur Agritechnica war für alle Teilnehmer ein voller Erfolg. Sie bot die Möglichkeit, das im Unterricht Gelernte mit aktuellen Entwicklungen der Branche zu verknüpfen und neue Perspektiven für die eigene berufliche Zukunft zu gewinnen.
Das Team der Landwirtschaftsklassen bedankt sich herzlich bei dem Landjugendverband Sachsen-Anhalt e.V. für die finanzielle Unterstützung, die diesen informativen und spannenden Tag ermöglicht hat!
Am 26. Juni 2025 war es so weit: Der mitteldeutsche Länderentscheid des Berufswettbewerbs im Gartenbau fand im besonderen Ambiente des Zoos Dresden statt – mit großem Erfolg und beeindruckender Beteiligung.
Insgesamt 14 Teams/ 41 Teilnehmende aus Sachsen und Sachsen-Anhalt stellten sich praxisnahen Aufgaben aus 8 Bereichen des Gartenbaus und der Floristik. Die jungen Auszubildenden zeigten Fachwissen, Teamgeist und große Begeisterung für ihren Beruf.
Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner!
TV Beitrag im MDR Fernsehen:
Weitere Impressionen auf:
Berufswettbewerb 2025 - Mach die Welt grüner


Franka Leonie Jäkel beendet ihre Ausbildung zur Kfz-Mechatronikerin in der Fachrichtung PKW als Jahrgangsbeste in der schulischen Ausbildung mit einer theoretischen Leistung von 100% sowie als Jahrgangsbeste bei der Gesellenprüfung, Kfz-Innung MQ, mit einer Leistung von 87,42%.
Julian Aschenbrenner beendet seine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker in der Fachrichtung NKW als Jahrgangsbester in der schulischen Ausbildung mit einer theoretischen Leistung von 100% sowie als Jahrgangsbester bei der Gesellenprüfung, Kfz-Innung MQ, mit einer Leistung von 81,44%.
Wir gratulieren beiden Auszubildenden zu diesen hervorragenden Leistungen.
Am 19.02.25 fand der zweite Erstausscheid des Berufswettbewerbs der Gärtner an der BBS Saalkreis, Standort Carl Wentzel in Halle, statt. Die 11 teilnehmenden Teams (Gärtner und Floristen) meisterten die abwechslungsreichen Stationen mit viel Geschick und Fachwissen – liebevoll gestaltet und bestens von den Lehrerinnen der BBS und unserer Anne Mareck organisiert.
Besonders toll: Die Schüler:innen im BVJ Hauswirtschaft sorgten für die super Verpflegung. Azubis, die nicht am Wettbewerb teilnahmen, unterstützten sogar als Wettbewerbsrichter.
Nach dem erfolgreichen Auftakt am BSZ in Dresden geht es auch für die Hallenser Gewinner am 26. Juni weiter zum Länderausscheid im Zoo Dresden.
Auch ein hauseigener Fotograf war vor Ort, um die besonderen Momente festzuhalten.

Ein großes Dankeschön an die Organisatoren in Halle für die super Vorbereitung und entspannte Durchführung – alle hatten Spaß!
Am 14. November 2024 unternahmen 53 Schülerinnen und Schüler der dualen Ausbildung Landwirtschaft und Tierwirtschaft, begleitet von drei engagierten Lehrkräften, eine spannende Tagesfahrt zur
EuroTier-Messe in Hannover.
Diese renommierte Messe ist die weltweit führende Fachausstellung für Tierhaltungs-Profis und bot unseren Auszubildenden eine hervorragende Gelegenheit, ihr Wissen zu erweitern und die neuesten
Innovationen in der Branche kennenzulernen.
Früher Start in einen lehrreichen Tag
Der Tag begann früh am Morgen, als sich die Gruppe voller Vorfreude auf den Weg nach Hannover machte. Die Anreise erfolgte bequem mit dem Bus, was den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit
gab, sich auf die bevorstehenden Eindrücke vorzubereiten und sich untereinander auszutauschen.
Auf der Messe angekommen, tauchten die Teilnehmer in die vielfältige Welt der Tierhaltung ein. Die EuroTier bot eine beeindruckende Bandbreite an Ausstellern, die innovative Technologien und nachhaltige Lösungen präsentierten. Von modernen Fütterungssystemen über automatisierte Melkroboter bis hin zu digitalen Management-Tools – die Schülerinnen und Schüler konnten hautnah erleben, wie die Zukunft der Tierhaltung gestaltet wird.
Neben den Ausstellungen hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, an verschiedenen Fachvorträgen teilzunehmen. Diese boten wertvolle Einblicke in aktuelle Trends und Herausforderungen der Branche. Die Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, um Fragen zu stellen und mit Experten ins Gespräch zu kommen. Das Networking mit Fachleuten und anderen Auszubildenden aus ganz Deutschland war ein weiterer Höhepunkt der Messe.
Die Rückfahrt am Abend bot Gelegenheit, die zahlreichen Eindrücke des Tages Revue passieren zu lassen. Die Schülerinnen und Schüler waren sich einig, dass die Messebesuche nicht nur ihr theoretisches Wissen bereichert, sondern auch neue Perspektiven für ihre berufliche Zukunft eröffnet haben. Die Lehrkräfte zeigten sich ebenfalls begeistert von dem Engagement und der Neugier ihrer Schützlinge.
Ein herzlicher Dank gilt dem Landjugendverband Sachsen-Anhalt e.V., der die Fahrt für unsere Schülerinnen und Schüler finanziert und dadurch erst ermöglicht hat.
Die Tagesfahrt zur EuroTier 2024 war ein voller Erfolg und wird sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben. Wir freuen uns darauf, auch in Zukunft ähnliche Exkursionen zu unternehmen, um unseren
Schülerinnen und Schülern praxisnahe Einblicke in ihre Berufsfelder zu bieten.
Wir sind jetzt schon die zweite Gruppe an Schülern, die das Glück hatten, an dem 3-wöchigen Sprachprogramm teilzunehmen. Das Programm bestand aus einem einwöchigen Sprachkurs und einem zweiwöchigen Praktikum. Unsere bunte Truppe aus Kaufleuten, Chemikanten, Mechatronikern und einigen anderen Berufen, konnte sich in dieser Zeit gut kennenlernen und unsere Englischkenntnisse verbessern.
Am 03.03.2024 trafen wir uns als Unbekannte und flogen ins großartige Dublin. Nach der Landung wurden wir zu unseren Gastfamilien gefahren, bei denen wir alle herzlich aufgenommen wurden. Erst
war noch vieles anders und wir mussten uns an die Unterschiede gewöhnen, aber das gelang uns flott. Am Abend ging es zur ersten Gruppenrunde in den Beer Temple.
In der ersten Woche hatten wir Unterricht im ADC College mit James. Wir lernten von ihm Business Englisch und konnten das auch gleich in spielerischen Übungen trainieren. Dabei stand er uns auch
mit Rat und Tat zur Seite, wenn wir Fragen über den Unterricht oder über Dublin und die irische Kultur hatten. Besonders haben wir uns immer auf das irische Wort des Tages gefreut, so wissen wir
jetzt, dass Whiskey „Wasser des Lebens heißt“.
In unserer freien Zeit erkundeten wir Dublin und die Umgebung, wobei sich die verschiedenen Pubs wie Temple Bar und Trinity Pub besonderer Beliebtheit erfreuten. Am Wochenende fuhren wir noch zum
Giant‘s Causeway und erkundeten das Guinness Storehouse, von dem wir mit einem Pint in der Hand eine wunderbare Aussicht über Dublin genossen.
Ab der zweiten Woche begann unser Praktikum. Wir waren in verschiedensten Betrieben über Anwälte, Reiseunternehmen, Floristen bis hin zu Hochzeitsorganisatoren im Einsatz. Alle von uns sind dabei
in einer anderen Branche, als in Deutschland untergekommen, sodass neue Arbeitswelten, viele Herausforderungen und Erfahrungen auf uns warteten. Insgesamt sind wir alle glücklich, dass wir diese
Erfahrung machen konnten.
Natürlich ist auch unsere Freizeit nicht zu kurz gekommen. So standen nach der Arbeit weiterhin abendliche Pubtreffen an. Auch erkundeten wir Dublins Parks, Museen, Shops und Geheimtipps von
unseren Gastfamilien, wie z.B. die Halbinsel Howth. Am zweiten Wochenende fuhren wir zu den typisch irisch verregneten Cliffs of Moher und Galway. Am Sonntag stand mit dem St. Patricks Day der
irische Nationalfeiertag an und wir hatten jede Menge grüner Kleidung an. Es war eine Bombenstimmung und ein tolles Erlebnis für uns alle.
Rückblickend betrachtet war es eine großartige Möglichkeit, neue Herausforderungen zu meistern, unsere Sprachkenntnisse zu erweitern und die irische Kultur kennen zu lernen. Es haben sich neue
Freundschaften gebildet und wir haben in den drei Wochen viel über uns selbst in einem fremden Land gelernt. Diese drei Wochen werden uns allen noch lange im Gedächtnis bleiben.
Solltest du also die Möglichkeit haben, an dieser ERASMUS+ Sprachreise teilzunehmen, ergreife sie unbedingt, du wirst es nicht bereuen.
Georg R. (Chemikant) & Philipp C. (Großhandelskaufmann)
We are already the second group of students who had the opportunity to participate in the 3-week language program. The program consisted of a one-week language course and a two-week internship. Our diverse group of merchants, chemical operators, mechatronics engineers, and many other professions had the chance to get to know each other and improve our English skills during this time.
On March 3, 2024, we gathered as strangers and flew to the magnificent Dublin. Upon landing, we were warmly welcomed by our host families, where we all felt at home. At first, many things were
different, and we had to adjust to the cultural differences, but we quickly adapted. In the evening, we had our first group gathering at the Beer Temple.
During the first week, we had classes at the ADC College with James. We learned Business English from him and immediately put it into practice through playful exercises. He was always there to
help us with any questions we had about the lessons or about Dublin and Irish culture. We particularly looked forward to the Irish word of the day, learning that „whiskey“ means „water of life.“
In our free time, we explored Dublin and its surroundings, with various pubs like Temple Bar and Trinity Pub being particularly popular. At the weekends, we visited the Giant’s Causeway and
explored the Guinness Storehouse, where we enjoyed a wonderful view of Dublin with a pint in hand.
Starting from the second week, our internships began. We worked in various businesses, from law firms and travel agencies to florists and wedding planners. All of us were placed in different
industries than those in Germany, so many new challenges and experiences awaited us. Overall, we are all happy to have had this opportunity.
Of course, our leisure time was not neglected either. We continued to have evening pub meetings after work. We also explored Dublin‘s parks, museums, shops, and received insider tips from our
host families, such as the Howth Peninsula. At the second weekend, we visited the, in typically Irish way rainy, Cliffs of Moher and Galway. On Sunday, we celebrated St. Patrick‘s Day, the Irish
national holiday, wearing plenty of green clothing. It was an amazing atmosphere and a fantastic experience for all of us.
Looking back, it was a great opportunity to face new challenges, expand our language skills, and get to know Irish culture. New friendships were formed, and we learned a lot about ourselves in a
foreign country during those three weeks. These three weeks will stay in our memories for a long time. If you have the opportunity to participate in this ERASMUS+ language trip, seize it, you
won‘t regret it.
Georg R. (Chemist) & Philipp C. (Wholesale Merchant)
Im März 2024 konnten die Schüler der 22-FOS-2T an 2 Tagen durch mehrere Praktika an der Hochschule Merseburg, im Bereich der Werkstoffprüfung, einen Einblick in das Studium der Ingenieurwissenschaften nehmen.
Im Fokus standen Kerbschlagbiege-, Zugversuche sowie Härteprüfungen und 3D-Drucke.
Die Schüler konnten so ihr bereits vorhandenes theoretisches Wissen anwenden und gleichzeitig durch eigene Versuche vertiefen.

Am 22.01.2024 jährte sich zum 61-ten Mal die Unterzeichnung des Élysée-Vertrages. Seit nunmehr zwei Jahren nimmt unsere Schule am ERASMUS-Programm der Europäischen Union teil, mit dem die EU die Mobilität der Jugendlichen innerhalb Europas fördert. Einige Auszubildende weilten in Dublin, besuchten dort eine Sprachschule und absolvierten ein Praktikum in einem irischen Betrieb. Seit 2023 gibt es eine partnerschaftliche Verbindung zum „Campus la Providence“, einem technologischen und Berufskolleg in Blois (Frankreich, Centre-Val-de-Loire), der Partnerregion Sachsen-Anhalts.
Wir nahmen den Jahrestag der Unterzeichnung des Deutsch-Französischen Freundschaftsvertrages zum Anlass, in einer kleinen Feierstunde unsere Austauschprogramme einem breiten Publikum vorzustellen und künftige Ziele abzustecken.
Die Feierstunde fand am 22.01.2024 von 13:15 bis 14:45 Uhr in der Aula der Schule statt. Schon in der Mittagspause vorher gab es Crêpes zu französischer Musik und an einer anderen Stelle lief die Ludwigsburger Rede von Präsident de Gaulle an die deutsche Jugend, um die Teilnehmer auf das Thema einzustimmen.
Etwa 120 Teilnehmer nahmen an der Veranstaltung teil. Neben Schülern und Auszubildenden unserer Schule konnten wir auch einige Gäste begrüßen. Frau Katrin Budde (MdB – Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Medien), Herr Bareither (Leiter des Schulamtes Landkreis Saalekreis) und einige Vertreter von Ausbildungsbetrieben waren zugegen.
Nach einer Begrüßung durch den Schulleiter gab es einige Ausführungen zur Geschichte der Deutsch-Französischen Beziehungen und zur Bedeutung des Élysée-Vertrages im Kontext der Versöhnung der Völker nach den Weltkriegen, der Bedeutung einer gemeinsamen, europäischen Politik und der Rolle der Jugend in diesem Prozess.

Anschließend berichteten Vertreter unserer Delegationen von ihren Aufenthalten in Dublin und Blois. Ihre erfrischenden, spannenden und mit vielen Bildern hinterlegten Vorträge ließen keinen Zweifel am Erfolg unserer Austauschprogramme aufkommen. Sie schilderten die Reisen zwar als anstrengend, aber vor allem als interessant, abwechslungsreich, sprachfördernd und horizonterweiternd. Sie brachten auch zum Ausdruck, dass solche Auslandsaufenthalte und Praktika dank der großzügigen Förderung durch das ERASMUS+-Programm für jeden Auszubildenden erreichbar sind. Vorausgesetzt natürlich, er verfügt über ausreichende englische Sprachkenntnisse und mentale Stärke, um sich in einem fremden Land mit fremder Sprache zurechtzufinden.
Den Schlusspunkt der Veranstaltung setzte die Bundestagsabgeordnete unseres Wahlkreises, Frau Katrin Budde. Sie lobte die Austauschprogramme unserer Schule und hob die Bedeutung einer grenzüberschreitenden Begegnung der Jugend für die europäische Vereinigung hervor, die gegenwärtig national und international von einigen Kräften angezweifelt oder bekämpft wird.
Insgesamt können wir ein sehr gutes Resümee der Veranstaltung ziehen. Die durchweg positiven Berichte unserer Schüler haben uns bestärkt, den internationalen Jugendaustausch an unserer Berufsbilden Schule fest zu verankern, zu vertiefen und auszubauen. Wir freuen uns auf den Gegenbesuch aus Blois im März dieses Jahres und werden die bisher gesammelten Erfahrungen in die Vorbereitung der nächsten Etappen einfließen lassen.
Unser besonderer Dank gilt allen aktiven und passiven Unterstützern der Veranstaltung. Erwähnen möchten wir hierbei das Deutsch-Französische Jugendwerk, das Institut français Leipzig und besonders das Europa-Haus Leipzig und die Europäische Jugendbildungsstätte Magdeburg. Ein ganz herzlicher Dank geht auch an die Dekorateure, Fotoreporter und Crêpes-Bäcker aus der Klasse 21-CL.
Karsten Lindau
Schulfachlicher Koordinator an der BbS des Landkreises Saalekreis
Vom 12.11. bis 23.11.2023 hatten wir, 6 Schüler unserer Schule, die unglaubliche Gelegenheit, an einem Erasmus-Austauschprogramm in Frankreich teilzunehmen. Diese Erfahrung war nicht nur eine fantastische Möglichkeit, unsere Sprachkenntnisse zu verbessern, sondern auch eine Chance, neue Kulturen kennenzulernen und Freundschaften zu schließen.
Nach zwei Flügen, einer Bus- und einer Zugfahrt erreichten wir gleich am ersten Tag die französische Hauptstadt Paris. Wir waren uns alle einig, dass der erste Weg direkt zum Eiffelturm führen sollte. Am folgenden Tag setzten wir unsere Reise mit dem Zug fort und erreichten Blois, wo wir die kommende Woche in einem katholischen Internat verbringen sollten.
Die Schüler und Lehrer waren sehr gastfreundlich und wir tauchten in den französischen Schulalltag ein. Wir lernten nicht nur viel über das französische Bildungssystem, sondern konnten auch
unsere eigenen Erfahrungen und Perspektiven teilen. Es war faszinierend zu sehen, wie die Schüler in unterschiedlichen Fächern unterrichtet wurden und dabei die kulturellen Unterschiede und die
französische Sprache näher kennenzulernen. Gemeinsam mit den französischen Schülern besuchten wir die Süßigkeitenfabrik St. Michel und nahmen an einem kleinen Rundgang teil, bei dem wir auch
nicht mit leeren Händen herausgingen.
Abgesehen vom Unterricht hatten wir auch die Gelegenheit, die reiche Kultur und Geschichte Frankreichs zu entdecken. Wir verbrachten das Wochenende in der atemberaubenden Stadt der Liebe und besuchten unter anderem berühmte Sehenswürdigkeiten wie den Eiffelturm, das Louvre-Museum und die charmanten Straßen von Montmartre. Mit einer entspannten Bootsfahrt auf der Seine am Abend ließen wir unser Wochenende ausklingen und konnten unsere Eindrücke nochmals abrunden.
Abschließende Worte:
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Frankreich, insbesondere mit einer gut durchdachten Zeitplanung, eine Vielzahl von abwechslungsreichen Erlebnissen bietet und durch die effiziente
Nutzung der Metro alles zügig erkundet werden kann. Eine solche Reise bietet eine Fülle von Lernmöglichkeiten und Erfahrungen, die weit über den rein schulischen Rahmen hinausgehen. Wir können
euch nur aus tiefstem Herzen empfehlen, an zukünftigen Erasmus-Projekten teilzunehmen, da sie einzigartige Gelegenheiten bieten, sowohl persönlich als auch akademisch zu wachsen.
Léon L. und Max H. (Ausbildung Kaufmann für Groß- und Außenhandel und Kaufmann für Büromanagement)